EXPERTISE

Dr. Timo Handel ist Rechtsanwalt und Counsel bei Addleshaw Goddard in Deutschland und Mitglied der Praxisgruppe Global Investigations. Er ist im gesamten Wirtschaftsstrafrecht und Steuerstrafrecht, der Compliance-Beratung sowie der Strafverteidigung tätig. Timo Handel berät seine nationalen und internationalen Mandanten insbesondere zu Compliance, bei internen Untersuchungen und in Ermittlungsverfahren von Strafverfolgungs- und Aufsichtsbehörden.

Steuerstrafrechtlich verteidigt er Unternehmen und Individualpersonen insbesondere gegen den Vorwurf der Steuerhinterziehung. Er berät seine Mandanten außerdem zu Berichtigungserklärungen sowie straf- und bußgeldbefreienden Selbstanzeigen.

Timo Handel unterstützt seine Mandanten beim Umgang mit Compliance-Verstößen und internen Untersuchungen, bei Compliance-Risikoanalysen sowie der Einführung, Umsetzung und Prüfung von Compliance-Maßnahmen, z.B. von Hinweisgeberverfahren und Maßnahmen zur Vermeidung von Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Als ehemaliger Rechtsreferent der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) hat Timo Handel zudem einen Schwerpunkt im Internet- und Medienstrafrecht. In diesem Zusammenhang veröffentlicht er seit dem Jahr 2020 einen jährlichen Beitrag über die Entwicklungen im Medien- und Internet-Strafrecht in einer deutschen juristischen Fachzeitschrift. Im Wintersemester 2021/2022 hatte er zudem einen Lehrauftrag an der Universität Bremen zu aktuellen Problemen des Medienstrafrechts.

Bevor Timo Handel im April 2022 zu Addleshaw Goddard wechselte, war er als Rechtsanwalt für eine andere internationale Kanzlei in den Bereichen Wirtschafts- und Steuerstrafrecht sowie Compliance und für die Rechtsanwaltsgesellschaft einer sogenannten Big-Four-Gesellschaft in den Bereichen Steuerstrafrecht und Steuerstreit tätig.

Erfahrung
  • Beratung verschiedener deutscher Banken bei internen Ermittlungen, insbesondere bei der Sachverhaltsaufklärung und dem Umgang mit strafrechtlichen und steuerrechtlichen Folgen.
  • Beratung von Körperschaften des öffentliche Rechts bezüglich der Abgabe von steuerlichen Berichtigungserklärungen unter den Voraussetzungen einer straf- und bußgeldbefreienden Selbstanzeige.
  • Verteidigung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts gegen den Vorwurf der Steuerhinterziehung nach Abgabe einer steuerlichen Berichtigungserklärung.
  • Verteidigung des ehemaligen CEO eines führenden Unternehmens im Bereich der Vermietung von Ferienunterkünften gegen den Vorwurf der Umsatzsteuerhinterziehung.
  • Beratung und Verteidigung von Mandanten im Zusammenhang mit Verfahren wegen des Vorwurfs eines Verstoßes gegen die DatenschutzGrundverordnung (DSGVO).
  • Beratung von Mandanten bei Auskunftsersuchen und Herausgabeverlangen von Strafverfolgungsbehörden (insb. Durchsuchung, Sicherstellung und Beschlagnahme (z.B. von E-Mails) und Telekommunikationsüberwachung).
  • Beratung und Verteidigung von Unternehmen in Bußgeldverfahren vor dem Bundesverwaltungsamt wegen Verstößen gegen die Pflichten im Zusammenhang mit dem Transparenzregister.
Veröffentlichungen
Bücher:

Die straf- und bußgeldrechtliche Verantwortlichkeit der Diensteanbieter sozialer Netzwerke im Internet, Dissertation, Schriftenreihe Kommunikation & Recht, Frankfurt a. M. 2021.

Artikel:
  • Die Guidelines des EDSA zur Bußgeldzumessung nach der DSGVO, in: Kommunikation & Recht (K&R), 9/2022, S. 565 ff.
  • Das Internet- und Medienstrafrecht 2021/2022, in: Kommunikation & Recht (K&R), 7-8/2022, S. 497 ff.
  • § 3a NetzDG und das Herkunftslandprinzip – Zugleich Kommentar zu VG Köln, Beschlüsse vom 1. 3. 2022 - 6 L 1354/21, KuRL2022-384 und 1. 3. 2022 - 6 L 1277/21, K&R 2022, 379 ff., in: Kommunikation & Recht (K&R), 5/2022, S. 331 ff.
  • Der neue Geldwäschestraftatbestand: Folgen für die Anti-Geldwäsche-Compliance privilegierter Güterhändler, in: Compliance Berater (CB), 11/2021, S.410 ff.
  • Das Internet- und Medienstrafrecht 2020/2021, in: Kommunikation & Recht (K&R), 7-8/2021, S. 448 ff.
  • Die Neuerungen in den Anweisungen für das Straf- und Bußgeldverfahren (Steuer) 2020, in: Deutsches Steuerrecht (DStR), 24/2020, S. 1234 ff.
  • Das Internet- und Medienstrafrecht 2019/2020, in: Kommunikation & Recht (K&R), 6/2020, S. 409 ff. (mit Theresa Rieth).
  • Anmerkung zu BGH, Beschluss vom 20.08.2019 – 1 StR 184/18 (USt-Hinterziehung – Zeitpunkt des Entfallens der Berechtigung zum Vorsteuerabzug), in: NZWiSt, 3/2020, S. 111 ff.
  • Anmerkung zu BGH, Beschluss vom 25.07.2019 – 1 StR 556/18 (Nicht abgegebene USt-Voranmeldungen als mitbestrafte Vortaten einer unrichtigen USt-Jahreserklärung), in: NZWiSt, 3/2020, S. 115 ff.
  • Das Konzept der Datenschutzaufsichtsbehörden zur Bußgeldzumessung in Verfahren gegen Unternehmen, in: Kommunikation & Recht (K&R), 12/2019, S. 757 ff.
  • Anmerkung zu BGH, Beschluss vom 25.10.2018 – 1 StR 7/18 (Steuerhinterziehung durch Nichtabgabe der. Umsatzsteuerjahreserklärung), in: NZWiSt, 11/2019, S. 428 ff.
  • Umsatzsteuerkarusselle: Risiken und Compliance-Maßnahmen, in: Compliance Berater (CB), 10/2019, S. 361 ff.
  • Generalverdacht in der Außenprüfung? Neue Mitteilungsregelungen in den Anweisungen für das Straf- und Bußgeldverfahren (Steuer), in: Compliance Berater (CB), 5/2019, S. 163 ff.
  • Das Verfahren der Opferentschädigung nach dem neuen Recht der Vermögensabschöpfung – Chance und Risiko zugleich, in: wistra, 01/2019, S. 9 ff. (with Joerg Bielefeld).
  • Stellvertretung bei der Selbstanzeige, in: Deutsches Steuerrecht (DStR), 15/2018, S. 709 ff.
  • § 153 Abs. 1 AO: Anzeige- und Berichtigungspflicht entfällt bei Kenntnis der Finanzbehörde, in: Praxis Steuerstrafrecht (PStR), 03/2018, S. 68 ff.
  • Tax Compliance – Voraussetzungen und Enthaftung nach IDW PS 980, in: Deutsches Steuerrecht (DStR), 36/2017, S. 1945 ff.
  • Korruptionszahlungen und Steuerhinterziehung – zwei Seiten einer Medaille, in: Praxis Steuerstrafrecht (PStR), 7/2017, S. 171 ff.
  • Anwendbarkeit des deutschen Strafrechts bei Internetsachverhalten – Anmerkung zu BGH ZUM-RD 2017, 198, in: Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht – Rechtsprechungsdienst (ZUM-RD), 4/2017, S. 202 ff.
  • Hate Speech – Gilt deutsches Strafrecht gegenüber ausländischen Anbietern sozialer Netzwerke? Untersuchung der §§ 3, 9 StGB unter Berücksichtigung des Herkunftslandprinzips, in: MultiMedia und Recht (MMR), 4/2017, S. 227 ff.
  • „Panama-Gesetz“ – schneller Wurf mit Schwächen, in: Deutsches Steuerrecht (DStR), 10/2017, S. 522 ff. (mit Martin H. Seevers).
  • Tax Compliance für Devisenausländer – Das Bankenpaket aus deutscher steuerstrafrechtlicher Sicht, in: BankArchiv (ÖBA), 12/2016, S. 899 ff. (mit Martin H. Seevers).
  • »Mein Kampf« – Gilt ein Verbreitungsverbot auch nach 2015?, in: Juristische Rundschau (JR), 8/2016, S. 433 ff.
  • Inländischer Wohnsitz bei Auslandsentsendungen, in: Praxis Steuerstrafrecht (PStR), 7/2016, S. 196 ff.
  • Der Regierungsentwurf zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen – ein großer Wurf mit kleinen Schwächen (Teil 2), in: Zeitschrift für Medizinstrafrecht (medstra), 1/2016, S. 22 ff. (mit Dr. Oliver Pragal).
  • Der Regierungsentwurf zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen – ein großer Wurf mit kleinen Schwächen (Teil 1), in: Zeitschrift für Medizinstrafrecht (medstra), 6/2015, S. 337 ff. (mit Dr. Oliver Pragal).
  • Werbung für Prostitution und indizierte Angebote in Rundfunk und Telemedien: Bußgeld-rechtliche Relevanz und Verfolgbarkeit durch die Landesmedienanstalten, in: MultiMedia und Recht (MMR), 11/2015, S. 704 ff.
Jahr der Zulassung
  • 2015
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Ausbildung

Timo Handel studierte Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg, wo er sein erstes Staatsexamen im Jahr 2011 ablegte. Sein zweites Staatsexamen absolvierte er im Jahr 2013 am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg. Sein Promotionsstudium absolvierte Timo Handel an der Universität Bremen und erwarb den Doktortitel in 2021.

Mitgliedschaften
  • Rechtsanwaltskammer Frankfurt a. M.
  • Wirtschaftsstrafrechtliche Vereinigung e.V.